Amurkatze (Prionailurus bengalensis euptilurus)
Schönheit der Wälder

Steckbrief
Verbreitungsgebiet
Nordost-China, Korea-Halbinsel, Russland (Amur- und Ussuri-Region)
Lebensraum
Waldgebiete
Nahrung
Nagetiere, Vögel, Hasen, gelegentlich Fledermäuse, Krustentiere aber auch kleine Rehkitze
Größe
ca. 40 – 75 cm (Kopf-Rumpflänge), 17 – 31 (Schwanzlänge)
Gewicht
ca. 3,5 bis 7 kg
Fortpflanzung
Tragzeit 60 – 79 Tage, Wurfgröße 1 – 4
Bestand
bedroht
Weit verbreitet
Die Amurkatze ist eine regionale Unterart der Bengalkatze bzw. Asiatischen Leopardkatze. Während man früher oft von einer einzigen Art ausging, wird sie in vielen aktuellen Einteilungen in eine Festlandart (Nördliche Bengalkatze, Prionailurus bengalensis) und eine Inselart (Südliche Bengalkatze, Prionailurus javanicus) gegliedert, die wiederum in insgesamt rund zwölf Unterarten unterteilt werden.
Die Nördliche Bengalkatze ist weit verbreitet: Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom malaiischen Festland über Süd- und Südostasien bis in den Nordosten nach Russland in die Amurregion; nach Westen erstreckt es sich bis nach Pakistan und in Teile Indiens. Durch diese enorme Spannweite an Lebensräumen und Klimazonen unterscheiden sich die Unterarten zum Teil deutlich.
So gilt die Amurkatze (Prionailurus b. euptilurus) als die größte Unterart: Sie hat meist eine eher verwaschene Fleckung und ein dichtes, längeres Fell. Die Hinterindische Bengalkatze (Prionailurus b. bengalensis) ist dagegen deutlich zierlicher, kurzhaariger und trägt häufig ein besonders markantes Fleckenmuster.
Gezüchtet zum menschlichen Vergnügen
Viele kennen die Bengalkatze als edle Katzenrasse fürs heimische Wohnzimmer. Dabei handelt es sich nicht um die Wildform – die Bengal- bzw. Asiatische Leopardkatze –, sondern um eine Kreuzung aus dieser Wildkatze und einer Hauskatze. Was viele nicht wissen: Bis einschließlich zur fünften Generation gelten Bengal-Hybriden rechtlich noch als Wildtiere und sind daher meldepflichtig. Erst ab der sechsten Generation werden sie als Hauskatzen eingestuft. Weil diese Regelung häufig unbekannt ist oder ignoriert wird, kommt es immer wieder zu Problemen – bis hin dazu, dass Tiere beschlagnahmt werden müssen.
Von einem Kauf ist daher abzuraten: Die Nachfrage befeuert den illegalen Handel mit der Wildform für die Haustierzucht – und das stellt eine zusätzliche Bedrohung für die Bestände dar.
Mehr Infos zur Bengalkatze gibt es im Zootier-Lexikon.
