Abschied von zwei großen Tierpersönlichkeiten
Lebt wohl: Binti und Sami
Der Sommer 2026 hat uns im Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim vor zwei besonders schwere Abschiede gestellt. Innerhalb weniger Wochen mussten wir uns von unserer geliebten Binturong-Dame Binti und unserer Gepardin Sami verabschieden. Zwei ganz besondere Tiere, die uns über lange Zeit begleitet und die ihren festen Platz in unseren Herzen hatten.
Es fällt uns nicht leicht, diese Zeilen zu schreiben. Doch wir möchten diesen Beitrag nutzen, um Binti und Sami zu würdigen, uns auf diese Weise von ihnen zu verabschieden und unsere Besucherinnen, Besucher und Fans an ihrem letzten Lebensabschnitt teilhaben zu lassen.
Binti – ein Abschied, der uns völlig unerwartet traf

Von unserer geliebten Binturong-Dame Binti mussten wir uns in diesem Sommer sehr plötzlich verabschieden. Ihr gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich innerhalb kürzester Zeit rapide, sodass wir sie umgehend in unsere Tierarztpraxis brachten. Dort wurde sie gründlich untersucht, geröntgt und mittels Ultraschall untersucht.
Die Befunde waren niederschmetternd: Bei Binti wurde ein großer, bösartiger Lebertumor festgestellt. Eine Aussicht auf eine Verbesserung ihres Zustandes und eine angemessene Lebensqualität bestand leider nicht mehr.
Wir standen vor einer Entscheidung, die uns unglaublich schwerfiel. Doch so sehr wir uns gewünscht hätten, noch mehr Zeit mit Binti verbringen zu dürfen, mussten wir ihr Wohl über unseren eigenen Wunsch stellen, sie nicht gehen lassen zu müssen. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, entschieden wir uns deshalb, sie zu erlösen.
Ein solcher Abschied kommt auch dann viel zu früh, wenn man weiß, dass man für sein Tier die richtige Entscheidung trifft. Binti hinterlässt eine große Lücke, und wir werden sie sehr vermissen.
Sami – wir wollten ihr noch möglichst viele schöne Tage schenken

Nur wenige Wochen später mussten wir auch von unserer Gepardin Sami Abschied nehmen.
Bereits im Frühjahr 2026 war bei Sami ein großer, bösartiger Tumor am Eierstock festgestellt und operativ entfernt worden. Leider war absehbar, dass die Erkrankung zurückkehren könnte. Uns war bewusst, dass uns möglicherweise nicht mehr viel gemeinsame Zeit bleiben würde.
Umso wichtiger war es uns, Sami ihre verbleibende Lebenszeit so schön, angenehm und unbeschwert wie möglich zu gestalten. Wir wollten ihr noch viele gute Tage schenken, auf ihre Bedürfnisse eingehen und die gemeinsame Zeit mit ihr bewusst genießen.
Doch im August verschlechterte sich Samis gesundheitlicher Zustand zunehmend. Schließlich stellte sie auch die Nahrungsaufnahme ein. Für uns wurde deutlich, dass ihre Kräfte nachließen und ihre Lebensqualität nicht mehr so war, wie wir es uns für sie gewünscht hätten.
Gemeinsam im Team mussten wir eine der schwersten Entscheidungen treffen, die zur Verantwortung für unsere Tiere gehören: Wir ließen Sami gehen, um ihr weiteres Leiden zu ersparen.
Auch wenn wir wussten, dass dieser Moment irgendwann kommen könnte, machte das den Abschied nicht leichter. Die Hoffnung, ihr noch etwas mehr Zeit schenken zu können, mussten wir loslassen. Was blieb, war die Gewissheit, dass wir ihr bis zuletzt zur Seite gestanden und in ihrem Sinne entschieden hatten.
Zwei Abschiede, die uns sehr nahegehen
Mit Binti und Sami haben wir in diesem Sommer zwei große Tierpersönlichkeiten verloren. Beide waren auf ihre ganz eigene Weise etwas Besonderes und ein wichtiger Teil unseres Alltags im Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim.
Diese Verluste treffen uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tief. Wir bauen über die Jahre eine enge Verbindung zu den Tieren auf, die wir betreuen. Wir begleiten sie durch ihren Alltag, lernen ihre Eigenheiten kennen, freuen uns über ihre guten Tage und sorgen uns um sie, wenn es ihnen nicht gut geht. Sie sind für uns nicht einfach Tiere, für die wir Verantwortung tragen – sie sind individuelle Persönlichkeiten, die uns ans Herz wachsen.
Auch für viele unserer Besucherinnen und Besucher sind Binti und Sami vertraute Gesichter gewesen. Deshalb möchten wir ihre traurigen Schicksale nicht unerwähnt lassen, sondern ihnen mit diesen Zeilen einen würdigen Platz geben und allen, die sich ihnen verbunden fühlten, die Möglichkeit geben, ebenfalls Abschied zu nehmen.
Zum Leben mit Tieren gehört leider auch, sie gehen lassen zu müssen. Gerade dann, wenn keine Aussicht auf Besserung mehr besteht und weiteres Leben mit Leid verbunden wäre, bedeutet Tierliebe manchmal, eine Entscheidung zu treffen, die einem selbst das Herz bricht. Unsere Verantwortung endet nicht dort, wo wir Abschied nehmen müssen. Sie bedeutet auch, das Wohl unserer Tiere bis zum letzten Moment an erste Stelle zu setzen.
Liebe Binti, liebe Sami: Ihr werdet uns fehlen. Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit euch verbringen durften, und werden euch in liebevoller Erinnerung behalten.
Macht es gut, ihr beiden. ❤️








